"Treu zum alde Nüss 1933"

"Die Kirmesbeerdigung"

90er Jahre bis ca. 2004

 

Diese besteht aus einem Bischof, der die Rede hält, einem Pastor, der alle mit Weihwasser (Kraneberger) segnet. Sein Equipment bestand aus einem Eimer Wasser, einschließlich einer Klobürste. Weiterhin 2 Schützen mit einem Stock, an dem eine Kordel befestigt war und an der Kordel war ein toter stinkender Fisch befestigt. Und zum Schluss 1 Schütze, der die Kirmes darstellen soll. Festgeschnallt auf einer roten Kreuz Bahre, so das er sich nicht mehr bewegen konnte und zugedeckt mit der Neusser Fahne.

Hier ein kleiner Auszug vom Verlauf

Nach den herrlichen Schützenfesttagen, Samstag, Sonntag, Montag und Dienstag, erfolgte Mittwoch die Kirmesbeerdigung. Der Zug traf sich gegen 13:00 Uhr im

Vereinslokal, das damals Markt 27 war. Als erstes mussten wir ein Bier trinken, damit wir überhaupt auf Tour kamen, denn viel Schlaf hatte keiner von uns gehabt.

Nun sollte jeder mal überlegen, was so alles über die Schützenfesttage (beginnend mit dem Fackelbau) abgegangen ist. Das war mal für alle eine schwere

Aufgabe und darauf mußten wir wieder ein Bier trinken, damit das Gedächtnis so langsam in Fahrt kam. Jedem dem was eingefallen ist, hat es auf einem Blatt

Papier geschrieben. Die Zeit verging schnell und langsam füllten sich die Blätter mit den verschiedenen Themen und der Bierstand steigte stetig. Unser damaliger

Bischof OL Rolf Michels hat aus den Angaben von unseren Zetteln dann eine Rede geschrieben. Da es schon 16:00 Uhr waren hatten wir Hunger bekommen und

ein Zugkamerad war zuständig für ein kleines Fischessen für zwischendurch. Nur dieser war immer noch nicht erschienen und wir haben bei ihm angerufen, wo

er denn bleibt. Als Antwort erhielten wir: Ich hann de Vott kapott. Nunja andere Schützen haben die Füße kaputt.

Gegen 19:30 Uhr stand die Rede und konnte vorgetragen werden. Inzwischen hatten wir einen Bierlevel erreicht, der genauso war als beim Schützenfest. Jetzt

musste nur noch aufgebaut werden und um 20:00 Uhr fing die Kirmesbeerdigung an. Alle waren da, unsere Frauen, viele Gäste im Lokal, die nur deswegen

gekommen sind, um dieses Highlight live mitzuerleben. Mit den Worten "Liebe Trauergemeinde" fing der Vortrag an. (es waren ca. 15 Din A4 Seiten). Der Pastor

segnete mit seiner Klobürste, was das Zug hielt, es war eine feuchte Angelegenheit und der Fisch an dem Stock stank zu Himmel. Die Stimmung war grandios

und zum Schluss der Rede, durften alle Frauen die Kirmes auf der Bahre, die fürchterlich nach Fisch roch küssen. (baah) Im Anschluss daran gab es noch einen

Umzug über den Markt, wo alle einschließlich Gäste, teilgenommen hatten. Während des Umzuges war die Kneipe leer. So klang der Abend aus und es wurde

noch kräftig gefeiert bis in den frühen Morgenstunden.

 Dieses Ereignis wurde eingestellt, weil keiner mehr die Arbeit auf Kirmes Mittwoch machen möchte.

 

Bischof

Pastor

Fisch und die Kirmes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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